IG PRG lanciert neue Website – dank Verkauf von APG-Aktien

Nach über zehn Jahren hat die IG Plakat | Raum | Gesellschaft (IG PRG) ihre etwas angestaubte Website komplett überarbeitet. In einem moderneren und hoffentlich zeitlosen Design hat die IG PRG die Inhalte auf das Wesentliche reduziert. Dennoch hält sie daran fest, dass sich manche Inhalte nicht auf grosse Bilder und kurze Slogans vereinfachen lassen, wie es die Werbung gerne tut. So nehmen nach wie vor Texte und kommentierte Statistiken… Weiterlesen

Genf: Initiative gegen Plakatwerbung gestartet

Grossartige Nachrichten aus der Romandie: Wie verschiedene Medien kürzlich berichteten, hat eine Gruppe von Genferinnen und Genfern eine städtische Volksinitiative gegen die Aussenwerbung auf öffentlichem Grund lanciert. Bis am 7. November haben sie Zeit, 4000 Unterschriften zu sammeln. Aufgrund eines Rechtsstreits blieben in Genf im Januar rund 3000 Plakatflächen weiss. Diese wurden von Bürgerinnen und Bürgern genutzt, um den öffentlichen Raum mit viel Fantasie und Kreativität mitzugestalten. Leider wurde der… Weiterlesen

Bern: Verpasste Chance, den öffentlichen Grund zu entrümpeln

Wie die Berner Zeitung berichtete, hat der Berner Stadtrat eine Motion mit 36 zu 22 Stimmen abgelehnt, die forderte, auf Aussenwerbung auf öffentlichem Grund zu verzichten. Die Motion von Christa Ammann (AL) wollte, dass die Stadt Bern darauf verzichtet, den öffentlichen Grund (was nicht das Gleiche ist wie der öffentliche Raum) inklusive Bus- und Tramhaltestellen mit kommerziellen Plakaten zu bewirtschaften. Die Argumente sind in etwa dieselben, die die IG PRG seit… Weiterlesen

Frohe Festtage!
IG PRG schenkt Entscheidungsträgern Buch über Werbung

Das Geschäft mit der Werbung ist auch heute noch von vielen unhinterfragten Meinungen geprägt. In seinem kürzlich erschienen Buch Werbung — nein danke: Warum wir ohne Werbung viel besser leben könnten (Europa Verlag, 2016) unterzieht der deutsche Volkswirtschaftler und frühere Investmentbanker Prof. Dr. Christian Kreiss die Werbung einer kritischen Prüfung. Sein Fazit: Aus sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Sicht könnte die Gesellschaft weitgehend auf alle kommerzielle Werbung verzichten, ohne dass dies… Weiterlesen

Stadt Zürich erweitert Angebot von Leuchtdrehsäulen

Wie der Tages-Anzeiger gestern berichtete, wird die Stadt Zürich ihr Angebot von Leuchtdrehsäuen auf städtischen Grundstücken erweitern. Dies, obwohl ihre eigenen Umfragen eine tiefe Beliebtheit bei der Bevölkerung gezeigt haben, eine Petition gegen die neuen Werbeformen eingereicht wurde, jede unabhängige Studie zeigt, dass Werbung bei der Bevölkerung nicht beliebt ist, und auch die Kommentare zu Zeitungsartikeln, die darüber berichten, ein eindeutiges Bild hinterlassen: Ein Grossteil der Bevölkerung will keine weitere… Weiterlesen

Skiferien ohne Werbeunterbrechung:
IG PRG veröffentlicht Büchlein mit werbefreien Skigebieten

Ein Tag in den Bergen ist Balsam für Herz und Seele — wären da nicht an jeder Ecke die Verkaufsbotschaften, denen wir eigentlich entfliehen wollten. Riesige Werbeflächen hängen an den Tal- und Bergstationen, per Helikopter eingeflogene Autos säumen den Pistenrand, 34 Meter lange Toblerone-Verpackungen kleiden die Skilifte ein. Doch es gibt eine kleine, feine Anzahl von Skigebieten, bei denen sich keine Werbung vor die schneebedeckten Berge schiebt. Manche sind für… Weiterlesen

Keine Werbebildschirme und Leuchtdrehsäulen im öffentlichen Raum!

Im März hat der Stadtrat beschlossen, 2016 zehn Werbebildschirme und dreissig Leuchtdrehsäulen zu installieren, finanziert mit 1.15 Millionen Franken an Steuergeldern. Der Stadtrat lässt durchleuchten, dass dies erst der Anfang von neuen invasiven Werbeformen ist. Die IG PRG hat am 9. Mai 2015 eine Petition lanciert, die den Stadtrat aufgefordert hat, vom Entscheid zurückzutreten. Nach einem Monat wurde die Petition mit 520 Unterschriften eingereicht. Lesen Sie jetzt den Petitionstext und… Weiterlesen

Wem gehört Zürich? Demonstration und Vortrag

Am 26. Oktober 2013 geben verschiedene Organisationen mit einer Demonstration ihre Antwort zur Frage «Wem gehört Zürich?» Die IG PRG unterstützt die Demonstration und die Anliegen, für die sie sich einsetzt. Im Rahmen derselben Fragestellung hält IG-PRG-Präsident Christian Hänggi am 31. Oktober um 20 Uhr im Gemeinschaftsraum Kanzleistrasse, Seebahnstrasse 201, Zürich, einen Vortrag zur Frage «Wem gehören die Plakatwände?» Der Eintritt ist frei.

Zürich: Umfrage zu Plakaten und Werbebildschirmen im öffentlichen Raum

Die Plakatgesellschaften haben zusammen mit der Stadt Zürich beim Meinungsforschungsinstitut Demoscope eine Umfrage für Passantinnen und Passanten in Auftrag gegeben. Das Ziel der Umfrage ist, zu eruieren, ob die Werbescreens beim Publikum akzeptiert werden. Die Stadt hat uns den Fragebogen nicht zukommen lassen, weshalb wir ihn uns über andere Wege beschaffen mussten. Die IG PRG meint, dass es einige problematische und suggestive Fragen gibt. Das Hauptproblem bleibt, dass eine uninformierte… Weiterlesen

Zürich: Stadt verkauft Plakatgesellschaften den öffentlichen Raum — und bezahlt dafür

Die Stadt Zürich hat am 12. August 2013 einen dreimonatigen Pilotversuch mit zwei Videobildschirmen mit Werbung gestartet — am Bellevue und am Escher-Wyss-Platz. Lesen Sie die Pressemitteilung. Anschliessend will sie ab Januar einen Pilotversuch mit fünf Plakatdrehsäulen starten. Beides ist begleitet von Umfragen bei der Bevölkerung, wie die neue Werbeform ankommt. Allerdings bezahlen letztlich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler für diesen Ausverkauf des öffentlichen Raums: Während der Testphase mit den Videobildschirmen… Weiterlesen

Zürich: Neue Werbebildschirme entlang Verkehrsadern geplant

Wie 20 Minuten berichtete, prüft die Stadt Zürich derzeit die Bewilligung von sieben digitalen Werbebildschirmen entlang wichtiger Verkehrsadern. Wenn Zürich dies bewilligt, will die Plakatgesellschaft APG|SGA dies auch in anderen Städten einführen. Die IG PRG empfiehlt Protestschreiben an Stadtrat André Odermatt (andre.odermatt@zuerich.ch), um dies zu verhindern. Sind die Bildschirme einmal installiert, werden weitere folgen. Der öffentliche Raum soll der Öffentlichkeit dienen und von ihr in Anspruch genommen werden. Er ist… Weiterlesen

Küsnacht: Widerstand gegen Zupflasterung des Dorfkerns durch Clear Channel

In Küsnacht sind zehn Baugesuche für neue Plakatstellen eingegangen. Nun formiert sich Widerstand. Die Gemeinde Küsnacht soll pro Plakatstelle 2000 Franken pro Jahr erhalten, was rund ein Sechstel dessen ist, was Gesuchstellerin Clear Channel mit Sitz im Steuerparadies Hünenberg ihren Kunden weiterverrechnen könnte. Weshalb die wohlhabende Goldküstengemeinde diesen Schritt überhaupt in Erwägung zieht und damit das Ortsbild beeinträchtigen will, ist für viele Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar. Fakt ist: Der… Weiterlesen

VBZ: Werbetrams verärgern die Bevölkerung

Auf Facebook, im Tages-Anzeiger und auf Tele Züri hat die Bevölkerung unlängst ihren Unmut über die neuen, innen und aussen vollbemalten Werbetrams der VBZ zum Ausdruck gebracht. Um die Diskussion zu versachlichen, hier einige Hinweise: — Die VBZ darf 5 Trams an Werbetreibende verkaufen und verdient damit pro Tram rund 480 000 Franken pro Jahr. — Die VBZ-Vermarktering TrafficMedia hatte 2009 einen Umsatz mit Werbung von 11.2 Millionen Franken gemacht,… Weiterlesen

Vorschlag der IG PRG zur Plakatwerbung in Zürich: Für Attraktivität, Demokratie, Wirtschaftlichkeit

Im Juni 2013 laufen die bestehenden Plakatverträge der Stadt Zürich mit APG und Clear Channel aus. Diese Verträge haben keine Reduktion an Plakatstellen gebracht, die für ein gepflegtes Stadtbild notwendig ist. Ausserdem hat ein Duopol mit der Ausschreibung von 2006 bestimmt, wie viel der öffentliche Grund wert ist − und dafür massiv zu wenig bezahlt. Um die Einnahmen für die Stadtkasse zu erhöhen und das Stadtbild zu verschönern, hat die… Weiterlesen

Werbefreier Hauptbahnhof an der Zürcher Landsgemeinde

Am 1. August fand auf der Ratshausbrücke die erste Zürcher Landsgemeinde statt. Ein vom Präsident der IG Plakat | Raum | Gesellschaft eingereichter Vorschlag erreichte im Internet-Voting den 5. Platz von über 50 eingereichten Vorschlägen. Der Hauptbahnhof sollte ebenerdig von allen Werbeflächen befreit werden, damit die Bausubstanz und Architektur wieder zum Vorschein kommt, sich die Orientierung verbessert und etwas mehr Ruhe einkehrt. Das gute Abschneiden im Internet-Voting zeigt, dass ein… Weiterlesen

Pressemitteilung: Werbebildschirme am Hauptbahnhof: Kaum Beachtung und TKP von 120 Franken

Gestern Montag wurden von den SBB am Zürich Hauptbahnhof 13 neue Werbebildschirme in Betrieb genommen. SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi erklärte im Tages-Anzeiger: «Die Nachfrage der Werbewirtschaft nach Möglichkeiten, animierte Werbung zu schalten, war so gross, dass wir dieses Angebot eingeführt haben.» Das neue Produkt habe eine Entwicklungszeit von zwei Jahren beansprucht. Heute Dienstag hat die IG Plakat | Raum | Gesellschaft Stichproben durchgeführt und 423 Passanten beobachtet, wie sie an zwei… Weiterlesen

Zürich Hauptbahnhof: 13 Bildschirme für noch mehr Ablenkung

Wer gemeint hat, man könne gar keine weitere Werbung am HB anbringen, weil alles schon zugepflastert ist, wird eines besseren belehrt. Heute, 20. Juni 2011, hat die SBB am Zürich Hauptbahnhof 13 neue Werbebildschirme im Format 1×1,80m in Betrieb genommen. Weitere Bildschirme wurden in Basel, Bern, Genf, Lausanne und Luzern angebracht. Die SBB rechtfertigt dies mit der Nachfrage der Werbewirtschaft. Die Nachfrage der Fahrgäste nach einem schönen und etwas ruhigeren… Weiterlesen

Bundesgericht: Firma CityLights muss Werbebildschirme im Niederdorf entfernen

Das Bundesgericht hat entschieden, dass die Firma CityLights die Werbebildschirme am Haus «Zum Brotkorb» im Niederdorf entfernen muss. Doch Inhaber Jürg Knecht stellt sich immer noch quer. Die Firma CityLights hat seit einigen Jahren im Zürcher Niederdorf in einem denkmalpflegerisch sensiblen Umfeld Werbebildschirme mit Fremdwerbung betrieben. Das Amt für Städtebau verfügte 2006 deren Entfernung, was das Aussenwerbe-Unternehmen nicht akzeptierte und wegen zwei 50-Zoll-Monitoren bis vor Bundesgericht ging. Die Beschwerde von… Weiterlesen

Lauterkeitskommission heisst Beschwerde gegen Clear Channel gut

Die Lauterkeitskommission heisst die Beschwerde der IG Plakat | Raum | Gesellschaft gegen Clear Channel gut. Das Unternehmen hat in unmittelbarer Nähe eines Schulhauses für Alkohol geworben. Stichproben ergeben, dass diese Praxis bei beiden führenden Plakatgesellschaften verbreitet ist. Die Lauterkeitskommission heisst die Beschwerde der IG Plakat | Raum | Gesellschaft (IG PRG) vom 19. Januar 2011 gegen Clear Channel gut (Nr. 129/11). Beanstandet wurde, dass die Plakatfirma in unmittelbarer Nähe… Weiterlesen

Blog: Werbung im öffentlichen Verkehr: Geben wir noch einen drauf!

(Dies ist mit Abstand mein längster Blog-Beitrag. Bitte nehmen Sie sich Zeit, drucken Sie ihn aus und lesen Sie ihn wann Sie Zeit haben. Er ist wichtig.) Immer wieder schleichen sich neue Werbeformen in den öffentlichen Verkehr. Die SBB Immobilien beispielsweise führt immer wieder neue Werbebildschirme, Grossplakate und Wechselwerbung ein, so dass man heute vor lauter Werbung den Bahnhof kaum noch sieht. Doch auch die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) – wie… Weiterlesen