Antidemokratisch und illiberal: Goldbach Neo verweigert AL Aushang von Wahlplakaten

Die Alternative Liste (AL) hat im Gemeinderat auf demokratischem Weg eine Motion zur Reduktion von kommerzieller Aussenwerbung eingebracht. Die Ratsmehrheit hat diese Motion angenommen. Die Plaktgesellschaft Goldbach Neo OOH rächt sich nun an der Partei, indem sie der AL den Aushang von Wahlplakaten verweigert. Durch diesen Eingriff in die freie politische Meinungsbildung schafft das Unternehmen der TX Group einen gefährlichen Präzedenzfall.

Matthias Ackeret verweigert sich dem Dialog

Persönlich will keine Reklame cropped

Der Verleger und Werbelobbyist Matthias Ackeret legt sich auf allen Kanälen ins Zeug, damit der von der Aussenwerbung bestimmte Status Quo in Zürich aufrecht erhalten wird – zur Not mit alternativen Fakten. Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft hat ihn zu einem zweijährigen, faktenbasierten Dialog herausgefordert. Er hat abgelehnt.

Plakatgesellschaften verletzen Regeln systematisch – Stadt schaut weg: Aufsichtsbeschwerde

Die Plakatgesellschaften und die Stadt Zürich verweisen stets auf die zahlreichen Auflagen zum Betrieb von Aussenwerbung. Was sie verschweigen: Die Plakatgesellschaften brechen diese Regeln, die Stadt kontrolliert es nicht, und rapportierte Verstösse werden weder geahndet noch korrigiert. Am 2. Oktober 2024 hat die IG PRG deshalb beim Bezirksrat eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Hochbaudepartement und das Departement der Industriellen Betriebe eingereicht.

Genf stimmt am 12. März über kommerzielle Aussenwerbung ab

Nach einem zermürbenden Kampf gegen die Werbelobby und ihre hartnäckige Ideologie, darf die Genfer Stimmbevölkerung am 12. März 2023 endlich darüber abstimmen, ob kommerzielle Aussenwerbung durch Werbung für kulturelle, politische und gemeinnnützige Zwecke ersetzt werden soll. Dass sich der demokratische Souverän dazu äussern darf, ist einmalig.