IG Plakat | Raum | Gesellschaft - FREIE SICHT AUF ZÜRICH!

 
Home
Aktivitäten
Informationszentrum
Spiel & Spass
Über uns
Home
Kontakt | Impressum | Suche
FREIE SICHT AUF ZÜRICH! PDF Drucken


Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft setzt sich dafür ein, dass Plakatwerbung in Stadt und Kanton Zürich reduziert wird.

Der Gewinn?

 mehr Selbstbestimmung, welchen Werbebotschaften man sich aussetzt

 ein öffentlicher Raum, der diesen Namen verdient

 ein schöneres Orts- und Landschaftsbild

 

Skiferien ohne Werbeunterbrechung: IG PRG veröffentlicht Büchlein mit werbefreien Skigebieten
 
01.02.2016
 
Skiferien ohne Werbeunterbrechung Ein Tag in den Bergen ist Balsam für Herz und Seele — wären da nicht an jeder Ecke die Verkaufsbotschaften, denen wir eigentlich entfliehen wollten. Riesige Werbeflächen hängen an den Tal- und Bergstationen, per Helikopter eingeflogene Autos säumen den Pistenrand, 34 Meter lange Toblerone-Verpackungen kleiden die Skilifte ein.

Doch es gibt eine kleine, feine Anzahl von Skigebieten, bei denen sich keine Werbung vor die schneebedeckten Berge schiebt. Manche sind für die APG|SGA zu wenig interessant, bei anderen wird ganz bewusst auf Werbung verzichtet. Die IG PRG hat sie zusammengetragen.
 
Das PDF kann hier heruntergeladen werden. Für 5 Franken kann das Büchlein auch per E-Mail an bestellt werden.
 
 
Keine Werbebildschirme und Leuchtdrehsäulen im öffentlichen Raum!

09.05./09.11.2015 

Werbescreen am BellevueIm März hat der Stadtrat beschlossen, 2016 zehn Werbebildschirme und dreissig Leuchtdrehsäulen zu installieren, finanziert mit 1.15 Millionen Franken an Steuergeldern. Der Stadtrat lässt durchleuchten, dass dies erst der Anfang von neuen invasiven Werbeformen ist.

Die IG PRG hat am 9. Mai 2015 eine Petition lanciert, die den Stadtrat aufgefordert hat, vom Entscheid zurückzutreten. Nach einem Monat wurde die Petition mit 520 Unterschriften eingereicht.

Lesen Sie jetzt den Petitionstext und die Antwort des Stadtrats vom 5. November 2015.

www.schönes-zürich.ch 

 

Wem gehört Zürich? Demonstration und Vortrag

20.10.2013

Am 26. Oktober 2013 geben verschiedene Organisationen mit einer Demonstration ihre Antwort zur Frage «Wem gehört Zürich?» Die IG PRG unterstützt die Demonstration und die Anliegen, für die sie sich einsetzt.

Im Rahmen derselben Fragestellung hält IG-PRG-Präsident Christian Hänggi am 31. Oktober um 20 Uhr im Gemeinschaftsraum Kanzleistrasse, Seebahnstrasse 201, Zürich, einen Vortrag zur Frage «Wem gehören die Plakatwände?» Der Eintritt ist frei.


Zürich: Umfrage zu Plakaten und Werbebildschirmen im öffentlichen Raum

27.09.2013

Die Plakatgesellschaften haben zusammen mit der Stadt Zürich beim Meinungsforschungsinstitut Demoscope eine Umfrage für Passantinnen und Passanten in Auftrag gegeben. Das Ziel der Umfrage ist, zu eruieren, ob die Werbescreens beim Publikum akzeptiert werden. Die Stadt hat uns den Fragebogen nicht zukommen lassen, weshalb wir ihn uns über andere Wege beschaffen mussten. Die IG PRG meint, dass es einige problematische und suggestive Fragen gibt. Das Hauptproblem bleibt, dass eine uninformierte Bevölkerung befragt wird, die keine Ahnung über Zahlen und Fakten zum Geschäft mit Werbung im öffentlichen Raum hat. Die Fragen — von uns transkribiert und teilweise mit Kommentaren versehen — können hier eingesehen werden: Umfrage zu Werbeplakaten und Werbescreens (PDF).

Zürich: Stadt verkauft Plakatgesellschaften den öffentlichen Raum — und bezahlt dafür

31.08.2013

Die Stadt Zürich hat am 12. August 2013 einen dreimonatigen Pilotversuch mit zwei Videobildschirmen mit Werbung gestartet — am Bellevue und am Escher-Wyss-Platz. Lesen Sie die Pressemitteilung. Anschliessend will sie ab Januar einen Pilotversuch mit fünf Plakatdrehsäulen starten. Beides ist begleitet von Umfragen bei der Bevölkerung, wie die neue Werbeform ankommt. Allerdings bezahlen letztlich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler für diesen Ausverkauf des öffentlichen Raums:

Während der Testphase mit den Videobildschirmen verdient die Stadt nichts. Ausgehend von der Schätzung, dass die Stadt pro Bildschirm und Jahr CHF 25'000 einnehmen kann, verzichtet sie damit auf Einnahmen von CHF 12'500. Der Werbeplatz in diesem Zeitraum wird auf einen Marktpreis (also das, was die Plakatgesellschaften dafür verlangen können) von CHF 50'000 bis CHF 100'000 geschätzt.

Die Stadt bezahlt die Hälfte der Umfragekosten von CHF 14'000. Die andere Hälfte bezahlen die Plakatgesellschaften. Die Stadt macht allerdings keine Angaben zu den Personalkosten und weiteren Kosten, die den Steuerzahlenden aus diesem Pilotversuch erwachsen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Fragebogen noch nicht fertig.

Pro Plakatdrehsäule wird die Stadt CHF 14'000 aufwenden. Bei fünf Drehsäulen für den Testlauf sind das CHF 70'000. Es ist also unwahrscheinlich, dass diese Drehsäulen wieder abgebaut werden, wenn sie erst einmal stehen. Obwohl diese Investitionen bewilligt sind, hat die Stadt noch keine Ahnung, wie hoch die geschätzten Einnahmen für die Stadtkasse sein werden.

Die Stadt erhofft sich, dass dank diesen neuen Werbeformen unbefriedigende Plakatstellen abbauen kann. Allerdings weiss sie derzeit noch nicht, welche Plakatstellen und in welcher Anzahl und bis wann diese abgebaut werden sollen. Bei den Plakatstellen auf Privatgrund (rund drei Viertel der Flächen auf Stadtgrund), egal wie «unbefriedigend», hat die Stadt keine Handhabe und auch keinen Plan, wie sie diese in den Griff bekommen soll.

Wenn Sie dieses Vorgehen für befremdend halten, empfiehlt die IG PRG, dass Sie sich an Stadtrat André Odermatt ( ), an das Hochbaudepartement oder an eine Gemeinderätin oder einen Gemeinderat Ihrer Wahl wenden.  

 

Zürich: Neue Werbebildschirme entlang Verkehrsadern geplant

Wie 20 Minuten berichtete, prüft die Stadt Zürich derzeit die Bewilligung von sieben digitalen Werbebildschirmen entlang wichtiger Verkehrsadern. Wenn Zürich dies bewilligt, will die Plakatgesellschaft APG|SGA dies auch in anderen Städten einführen. Die IG PRG empfiehlt Protestschreiben an Stadtrat André Odermatt ( ), um dies zu verhindern. Sind die Bildschirme einmal installiert, werden weitere folgen. Der öffentliche Raum soll der Öffentlichkeit dienen und von ihr in Anspruch genommen werden. Er ist nicht dazu da, jährlich viele Millionen in die Kassen von globalen Mega-Unternehmen wie APG|SGA (bzw. das Mutterhaus JCDecaux) und Clear Channel zu spülen. 

 

Küsnacht: Widerstand gegen Zupflasterung des Dorfkerns durch Clear Channel

In Küsnacht sind zehn Baugesuche für neue Plakatstellen eingegangen. Nun formiert sich Widerstand. Die Gemeinde Küsnacht soll pro Plakatstelle 2000 Franken pro Jahr erhalten, was rund ein Sechstel dessen ist, was Gesuchstellerin Clear Channel mit Sitz im Steuerparadies Hünenberg ihren Kunden weiterverrechnen könnte. Weshalb die wohlhabende Goldküstengemeinde diesen Schritt überhaupt in Erwägung zieht und damit das Ortsbild beeinträchtigen will, ist für viele Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar.

Fakt ist: Der zuständige Gemeinderat Martin Schneider (SVP) besitzt eine Druckerei, die auch Plakate im Weltformat druckt, und Beat Sulzer, Geschäftsleitungsmitglied und Sales Director von Clear Channel, hat seinen Wohnsitz in Küsnacht.

Die IG PRG möchte den Küsnachterinnen und Küsnachtern Mut machen, nicht lockerzulassen. Weitere Werbeplakate sind unnötig und schmerzen das Auge.

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Artikel in der Zürichsee-Zeitung vom 25. April 2012.

 

VBZ: Werbetrams verärgern die Bevölkerung

Auf Facebook, im Tages-Anzeiger und auf Tele Züri hat die Bevölkerung unlängst ihren Unmut über die neuen, innen und aussen vollbemalten Werbetrams der VBZ zum Ausdruck gebracht. Um die Diskussion zu versachlichen, hier einige Hinweise:

— Die VBZ darf 5 Trams an Werbetreibende verkaufen und verdient damit pro Tram rund 480 000 Franken pro Jahr.

— Die VBZ-Vermarktering TrafficMedia hatte 2009 einen Umsatz mit Werbung von 11.2 Millionen Franken gemacht, das entspricht 2,35% des VBZ-Gesamtertrags. In anderen Worten: Wenn man auf alle Werbung verzichtete und die Differenz auf die Fahrgäste abwälzte, dann würde ein Billett statt CHF 10.00 gerade mal CHF 10.24 kosten.

— Werbung wird nicht gemacht, weil die Werbetreibenden die Menschen besonders mögen und ihnen etwas zurückgeben wollen. Es sind immer die Konsumenten, die die Werbung bezahlen. Das heisst, Sunrise-Kunden bezahlen das Sunrise-Tram, Swissquote-Kunden bezahlen das Swissquote-Tram.

— Die VBZ wird in 3 Jahren, wenn sich alle an die Werbetrams gewöhnt haben, eine Umfrage machen und entscheiden, ob (dass?) das Angebot weiterhin bestehen bleibt. Es liegen uns keine Informationen vor, dass die VBZ bereits vor der Einführung, kurz nach der Einführung und dann im Jahresabstand Erhebungen zum Werbetram durchführen wird, um die Resultate wissenschaftlich zu erhärten. Die Umfrage zu den Werbetrams wird von der VBZ, das heisst, den Steuerzahlern und Fahrgästen bezahlt.

Wenn Sie mit dem Werbetram nicht einverstanden sind, dann gibt es folgende Möglichkeiten, die Sie ausschöpfen sollten:

— Beschweren Sie sich bei der VBZ im Halbjahresrhythmus oder jedesmal, wenn Sie in einem Werbetram sind. Entweder bei der ZVV (0848 988 988) oder bei VBZ TrafficMedia (044 434 47 37)

— Beschweren Sie sich auf der Facebook-Seite der VBZ

— Wenn Sie Kunde eines Unternehmens sind, das derart viel Geld ins Werbetram buttert, boykottieren Sie das Unternehmen und beschweren Sie sich beim Kundendienst des Unternehmens.

— Werden Sie Mitglied der IG PRG und stärken Sie damit unsere Stimme

 

Vorschlag der IG PRG zur Plakatwerbung in Zürich: Für Attraktivität, Demokratie, Wirtschaftlichkeit

Im Juni 2013 laufen die bestehenden Plakatverträge der Stadt Zürich mit APG und Clear Channel aus. Diese Verträge haben keine Reduktion an Plakatstellen gebracht, die für ein gepflegtes Stadtbild notwendig ist. Ausserdem hat ein Duopol mit der Ausschreibung von 2006 bestimmt, wie viel der öffentliche Grund wert ist − und dafür massiv zu wenig bezahlt.

Um die Einnahmen für die Stadtkasse zu erhöhen und das Stadtbild zu verschönern, hat die IG PRG dem Stadtrat einen Vorschlag unterbreitet. Die Grundpfeiler dieses Vorschlags sind:

1) Die Stadt verzichtet einstweilen auf öffentlichem Grund auf kommerzielle Plakatwerbung.

2) Die Stadt erhebt eine moderate Gebühr auf Plakatstellen auf Privatgrund, die bei den Plakatgesellschaften erhoben wird. Derzeit nehmen die Plakatgesellschaften jährlich geschätzte CHF 65 Mio. mit Plakatstellen auf Privatgrund ein, die ihren Wert einzig und alleine dadurch generieren, dass sie vom öffentlichen Grund aus sichtbar sind. Die Bevölkerung hat nichts davon ausser dem Flurschaden. Eine Plakatsteuer ist kein Novum in der Schweiz. Verschiedene Kantone kannten in der Vergangenheit Plakatsteuern.

3) Die Anzahl kommerzieller Plakatstellen auf Stadtgebiet wird einstweilen auf dem Stand der Plakatstellen auf Privatgrund von 2010 plafoniert. Eine weitere Reduktion wäre natürlich anzustreben, doch der Stadt sind auf Privatgrund die Hände gebunden.

Das Detail-Konzept werden wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht ins Internet stellen, damit die Plakatgesellschaften nicht gleich ihre Propaganda-Geschütze auffahren können und alle Vorschläge für Demokratisierung, Verschönerung und Mehreinnahmen für die Stadt mit fabrizierten Sachzwängen torpedieren können. Für dringende Fragen wenden Sie sich an IG-PRG-Präsident (Tel. 079 661 5308).

Mehr dazu gibts in den Tages-Anzeiger-Artikeln vom 10.11.11, der Replik der APG vom 11.11.11 und im TA-Artikel vom 19.12.11.


Werbefreier Hauptbahnhof an der Zürcher Landsgemeinde

04.08.2011

Am 1. August fand auf der Ratshausbrücke die erste Zürcher Landsgemeinde statt. Ein vom Präsident der IG Plakat | Raum | Gesellschaft eingereichter Vorschlag erreichte im Internet-Voting den 5. Platz von über 50 eingereichten Vorschlägen. Der Hauptbahnhof sollte ebenerdig von allen Werbeflächen befreit werden, damit die Bausubstanz und Architektur wieder zum Vorschein kommt, sich die Orientierung verbessert und etwas mehr Ruhe einkehrt. Das gute Abschneiden im Internet-Voting zeigt, dass ein Bedürfnis besteht, den Konsumtempel und Werbepark zu entrümpeln, in den die SBB und die APG das schöne Bahnhofsgebäude verwandelt haben. An der Landsgemeinde konnten lediglich über 4 der 50 eingereichten Vorschläge befunden werden. Der werbefreie Hauptbahnhof unterlag gegenüber Visionen und grossen Projekten wie bedingungsloses Grundeinkommen, einer Vollgeldreform oder der Verpflichtung der Schweizer Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte. Die IG PRG zeigt sich dennoch überzeugt, dass der Hauptbahnhof von der Werbung befreit würde, wenn darüber demokratisch abgestimmt werden könnte und nicht lediglich in den Büros der SBB Immobilien und in Sitzungen mit der APG Beschlüsse gefasst würden.

Lesen Sie den WOZ-Artikel über die Landsgemeinde

 

Werbebildschirme am Hauptbahnhof: Kaum Beachtung und TKP von 120 Franken

21.06.2011

Zwei Werbebildschirme am Zürich Hauptbahnhof - und niemanden interessiert es.Gestern Montag wurden von den SBB am Zürich Hauptbahnhof 13 neue Werbebildschirme in Betrieb genommen. SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi erklärte im Tages-Anzeiger: «Die Nachfrage der Werbewirtschaft nach Möglichkeiten, animierte Werbung zu schalten, war so gross, dass wir dieses Angebot eingeführt haben.» Das neue Produkt habe eine Entwicklungszeit von zwei Jahren beansprucht.

Heute Dienstag hat die IG Plakat | Raum | Gesellschaft Stichproben durchgeführt und 423 Passanten beobachtet, wie sie an zwei Werbebildschirmen vorbeigingen. 403 Passanten haben die Bildschirme keines Blickes gewürdigt. 16 Passanten haben sie kurz mit ihrem Blick gestreift. In ihren Gesichtern konnte kein Interesse abgelesen werden. 4 Passanten haben die Bildschirme 2 Sekunden oder länger betrachtet. Insgesamt hatten also 4,73 % der Passanten die Werbebildschirme überhaupt im Blickfeld; 0,95 % haben sie mit einem gewissen Mass an Aufmerksamkeit betrachtet.

Rechnet man mit 4,728% und 350 000 Passanten täglich, ergibt sich eine Bruttoreichweite von 16 548 Personen. Der Preis für einen 10-Sekunden-Spot auf allen 13 Bildschirmen pro Tag (Quelle: Tages-Anzeiger) beträgt 2000 Franken. Nimmt man an, dass mit einem 10-Sekunden-Spot auf allen Bildschirmen theoretisch alle 350 000 Passanten erreicht werden könnten, dann ergibt das einen historisch hohen Tausend-Kontakt-Preis (TKP, CPM) von CHF 120.86. Es ist anzunehmen, dass die Beachtung weiter sinkt, wenn das Medium sich etabliert hat.

Damit überzeugt das neue Werbemedium finanziell kaum. Über die Akzeptanz können noch keine Aussagen gemacht werden. Es ist anzunehmen, dass die Akzeptanz infolge Nichtbeachtung wie bei anderen OOH Medien relativ hoch ausfallen wird. Die Leserkommentare im Tages-Anzeiger sprechen jedoch eine andere Sprache. Von derzeit 15 Kommentatoren (einige negative Kommentare wurden seit der Publikation des Artikels wieder gelöscht), verteidigen lediglich 2 Personen das Vorgehen der SBB. Die anderen Reaktionen sprechen von visuellen Zumutungen, Frechheit, Schikanen und Vergraulen der Passagiere.

Zürich Hauptbahnhof: 13 Bildschirme für noch mehr Ablenkung

20.06.2011

Wer gemeint hat, man könne gar keine weitere Werbung am HB anbringen, weil alles schon zugepflastert ist, wird eines besseren belehrt. Heute, 20. Juni 2011, hat die SBB am Zürich Hauptbahnhof 13 neue Werbebildschirme im Format 1×1,80m in Betrieb genommen. Weitere Bildschirme wurden in Basel, Bern, Genf, Lausanne und Luzern angebracht. Die SBB rechtfertigt dies mit der Nachfrage der Werbewirtschaft. Die Nachfrage der Fahrgäste nach einem schönen und etwas ruhigeren Bahnhof wird unter den Teppich gekehrt. Lesen Sie den Artikel im Tages-Anzeiger.

Dies läuft allen Bestrebungen der Stadt zuwider, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen und Zürich als Tourismusdestination beliebt zu machen. Es ist ein Hohn, schöne Bahnhöfe zu bauen und anschliessend alles mit Werbung zu verdecken. Auch ist es problematisch, dass die SBB Immobilien − wie die VBZ Traffic Media und die ZVV − als öffentliche Betriebe keine Rücksicht auf die Bedürfnisse der Fahrgäste nehmen und in eigener Regie mehr und mehr und noch mehr Werbung verkaufen. Profitieren kann in erster Linie die Affichage mit ihren Tochterunternehmen APG und eAd (e-advertising). Auch wenn es sich um viel Geld handeln mag, profitieren Fahrgäste nur marginal.

Wie die Erfahrung gezeigt hat, interessieren sich die öffentlichen Verkehrsbetriebe nicht für Reklamationen wegen zu viel Werbung. Dennoch rufen wir dazu auf, gegen die neuen Bildschirme zu protestieren. Zum Beispiel bei , 051 222 27 11, oder bei Ihrer Lieblingsparlamentarierin oder Ihrem Lieblingspolitiker.


Bundesgericht: Firma CityLights muss Werbebildschirme im Niederdorf entfernen

07.06.2011

Verbotener Werbebildschirm im Niederdorf: Jürg Knecht und seine Firma CityLights halten Behörden auf Trab.Das Bundesgericht hat entschieden, dass die Firma CityLights die Werbebildschirme am Haus «Zum Brotkorb» im Niederdorf entfernen muss. Doch Inhaber Jürg Knecht stellt sich immer noch quer.

Die Firma CityLights hat seit einigen Jahren im Zürcher Niederdorf in einem denkmalpflegerisch sensiblen Umfeld Werbebildschirme mit Fremdwerbung betrieben. Das Amt für Städtebau verfügte 2006 deren Entfernung, was das Aussenwerbe-Unternehmen nicht akzeptierte und wegen zwei 50-Zoll-Monitoren bis vor Bundesgericht ging. Die Beschwerde von CityLights wurde abgewiesen. Anschliessend hat das Unternehmen statt zwei 50-Zoll-Monitore vier 30-Zoll-Monitore in den Schaukasten gestellt − und das Spiel ging wieder von vorne los. Jetzt wurde bekannt, dass das Bundesgericht der Stadt Zürich erneut Recht gegeben hatte. Doch Inhaber Jürg Knecht weigert sich nach wie vor, die Bildschirme zu entfernen. Er will sie jetzt mit Eigenwerbung betreiben. Lesen Sie den Artikel in der Werbewoche. (Das Unternehmen möchte selber keine Werbung erhalten, wie am Briefkasten zu erkennen ist.)

Bitte keine Werbung: Die Doppelmoral von Jürg Knecht und seiner Firma CityLightsJürg Knecht hat auch ein Ladenlokal am Zähringerplatz. Bei sämtlichen Stichproben der IG Plakat | Raum | Gesellschaft in den vergangenen Jahren war das Ladenlokal geschlossen. Zwei grosse Bildschirme im Schaufenster wurden mit Fremdwerbung bespielt. Die Vermutung liegt nahe, dass dieses Lokal lediglich gemietet wurde, um Werbung zu verkaufen. 2006 wurde CityLights von der Lauterkeitskommission wegen Alkoholwerbung an der Haslerstrasse in der Nähe eines Schulhauses gerügt. Der Inhaber der Immobilie hat daraufhin den Vertrag mit CityLights aufgelöst.

Die IG PRG ist der Ansicht, dass dieses Verhalten despektierlich ist gegenüber Behörden, Gerichten, Steuerzahlern, Touristen und den Anwohnern. Jürg Knecht hat zweimal alle Behörden und Gerichte auf Trab und beide Male verloren. In diesen fünf Jahren konnte sein Unternehmen einiges Geld verdienen mit zwei bzw. vier Werbebildschirmen, doch letztlich müssen die Steuerzahler zumindest für einen Teil der Kosten aufkommen, die seine ungerechtfertigten Beschwerden verursacht haben. Die IG PRG empfiehlt allen Gewerbetreibenden, nicht mit der Firma CityLights zusammenzuarbeiten.

Lauterkeitskommission heisst Beschwerde gegen Clear Channel gut

14.05.2011

Das beanstandete Plakat an der Kalkbreitestrasse 88

Die Lauterkeitskommission heisst die Beschwerde der IG Plakat | Raum | Gesellschaft gegen Clear Channel gut. Das Unternehmen hat in unmittelbarer Nähe eines Schulhauses für Alkohol geworben. Stichproben ergeben, dass diese Praxis bei beiden führenden Plakatgesellschaften verbreitet ist.

Die Lauterkeitskommission heisst die Beschwerde der IG Plakat | Raum | Gesellschaft (IG PRG) vom 19. Januar 2011 gegen Clear Channel gut (Nr. 129/11). Beanstandet wurde, dass die Plakatfirma in unmittelbarer Nähe eines Schulhauses an der Kalkbreitestrasse in Zürich für ein alkoholisches Getränk geworben hatte.

Aussenwerbung in Zürich unterliegt kaum Vorschriften. Einige der wenigen Vorschriften ist die brancheninterne Regelung, dass Tabak- und Alkoholwerbung einen Mindestabstand von 100m zu von Jugendlichen besuchten  Schulhäusern aufweisen muss. Wie Stichproben der IG PRG ergeben, halten sich weder APG noch Clear Channel an diese Regelung.

Nach Eingabe der Beschwerde hat Clear Channel an der beanstandeten Plakatfläche ein Plakat für Marlboro-Zigaretten aufgehängt. Heute – nach Aufforderung der Lauterkeitskommission, an besagter Stelle keine Werbung für alkoholische Getränke zu publizieren – hängt nur wenige Meter weiter, immer noch weniger als 100m vom Schulhaus entfernt, eine Werbung für das alkoholische Getränk Eve.

Stichproben haben ergeben, dass Clear Channel seit Jahresbeginn in Zürich aus Sicht der IG PRG in verschiedenen Fällen gegen die brancheninternen Grundsätze zu Tabak- und Alkoholwerbung verstossen hat (Engelstrasse/Chesterfield, Hardstrasse/Marlboro, Kalkbreitestrasse/Marlboro).

Konkurrentin APG hat in der Nähe von Schulhäusern an der Birmensdorferstrasse und Bullingerstrasse für Marlboro geworben. Derzeit wirbt sie in Uetikon am See in unmittelbarer Nähe der Schulanlage für Schweizer Wein. Diese Fälle sind bei der Lauterkeitskommission hängig.

Mehr Informationen und Bilder von abgeschlossenen und laufenden Verfahren.

 

VBZ versucht schleichend, neue Werbeformen zu etablieren

Ausschnitt aus dem Bauhaus-Werbewelten-Tram
 
Moving-Poster: Blödelwerbung statt Aussicht

Die schleichende Einführung von neuen Werbeformen wie dem «Moving Poster», das ganze Fenster verdeckt, und den «Werbewelten»-Trams, die von vorne bis hinten mit Werbung für ein einzelnes Unternehmen vollgestopft sind, bringt das Fass zum Überlaufen.

Was würde eine Tramfahrt in Zürich kosten, wenn es keine Werbung gäbe und die dadurch ausgefallenenn Einnahmen komplett auf die Billettpreise abgewälzt würden?
(Schätzungen auf Basis des VBZ Geschäftsberichts 2009)

  • 24 Stunden, ½-Tax: CHF 5.80 | neu: CHF 5.93 (+ CHF 0.13)
  • Monatsabo: CHF 79.00 | neu: CHF 80.86 (+ CHF 2.86)
  • Jahresabo: CHF 711.00 | neu: CHF 727.71 (+ CHF 16.71)

Wir meinen: Das ist es wert!

Protestieren Sie gegen die neuen Werbeformen, die uns ungefragt ins Blickfeld gestellt werden und keine nennenswerte Reduktion der Billettpreise nach sich ziehen. Schreiben Sie an den Leiter von VBZ TrafficMedia, Daniel Andres (VBZ TrafficMedia, Luggwegstrasse 65, 8048 Zürich, 044 434 47 37, ).

Die IG PRG ist auf Facebook

Werden Sie Facebook-Freundin oder -Freund der IG Plakat | Raum | Gesellschaft oder treten Sie der Facebook-Grupppe Weg mit der Werbung auf den Tramfenstern! Freie Sicht auf unsere Stadt! bei. Oder werden Sie Vereinsmitglied und unterstützen Sie unsere Arbeit mit einem Jahresbeitrag von 25 Franken


S.P.Ø.R.-Award

Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft vergibt den S.P.Ø.R.-Award für das schönste Plakat im öffentlichen Raum. Neue Einsendungen sind stets willkommen.

 Weitere Informationen

 
farbig.gif