Plakatwerbung mit Zukunft: IG PRG legt Konzept zur Reduktion von kommerzieller Aussenwerbung vor

Plakatwerbung mit Zukunft

Am 19. März 2025 hat der Zürcher Gemeinderat den Stadtrat beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten, um Werbebildschirme im öffentlichen Raum abzubauen und die Aussenwerbung auf Plakaten stark zu reduzieren (Motion 2024/178). Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft legt nun ein Konzept vor, das aufzeigt, wie dies nachhaltig und mit Gewinn fürs Stadtbild geschehen kann.

Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft schöpft aus ihrer zwanzigjährigen Erfahrung und zeigt einen Weg auf, wie der Gemeinderatsbeschluss, die Wünsche der Gegnerschaft und die verschiedenen Volksabstimmungen zum Thema Nachhaltigkeit in ein Gleichgewicht gebracht werden können. Gestärkt wird insbesondere die Visibilität für das Lokalgewerbe, KMUs, die öffentlichen Hand, Veranstaltungen, Politik und gemeinnützige Organisationen. Die im Stadtbild dominanten Werbeformen, die fast ausschliesslich von den grössten Unternehmen und Brands gebucht werden, und das hundert- oder tausendfach repliziert, werden zurückgenommen.

Plakate mit Zukunft

Erhalten bleiben alle Plakatstellen im F4-Format, Litfasssäulen, Kulturplakatsäulen und Telefonkabinen sowie ein Anteil der F200-Plakate auf öffentlichem Grund und an VBZ-Haltestellen. Ebenfalls erhalten bleiben alle Plakatstellen, die nur vom Privatgrund aus sichtbar sind, sowie die meisten Werbungen in den Bahnhöfen. Im Innenbereich der Trams ist auch weiterhin Werbung zugelassen. Baustellenwände werden liberalisiert und für Werbung bis Format A2 freigegeben. Pro Stadtteil oder Quartier wird an zentraler Lage ein Werbebildschirm für die Bevölkerung, das Lokalgewerbe und lokale Veranstaltungen bereitgestellt.

Werbung von gestern

Verzichtet wird auf alle Werbebildschirme sowie auf alle Werbeflächen, die keine Einnahmen für die öffentliche Hand generieren, ihren Wert aber ausschliesslich dadurch generieren, dass sie vom öffentlichen Grund aus sichtbar sind. Weiter wird im öffentlichen Grund auf alle Nischenformate und auf das Breitformat F12 verzichtet.

Vertrauen ist gut, Sensibilisierung und Kontrolle aber notwendig

Zudem regt dieses Konzept an, eine Stelle zu schaffen, um die Unternehmen für die Regeln und Gesetze im Bereich Aussenwerbung zu sensibilisieren und deren Einhaltung durchzusetzen. Derzeit sind im Bereich der Bildschirmwerbung mehr illegale als legale Werbeflächen in Betrieb.

Wir wünschen eine anregende Lektüre und freuen uns auf eine freie Sicht auf Zürich!